Am vergangenen Sonntag war die Kölner Oper schon Thema im „Tatort“. Nebenher ging es um einen Mord, eigentlich aber um das Rätsel, warum die Sanierung des Opernhauses so kriminell lange dauert. Statt der veranschlagten zwei Jahre mittlerweile mehr als 13. Und warum das so kriminell viel kostet. Statt 250 Millionen Euro inzwischen fast eine Milliarde, alle Nebenkosten eingerechnet, sogar rund eineinhalb. Der Fall scheint ein bisschen zu komplex zu sein, um von TV-Kommissaren über einer Currywurst gelöst werden zu können. Dabei ist er keineswegs ungewöhnlich.
Auch in Augsburg zum Beispiel ist das Große Haus schon seit zehn Jahren wegen Grundsanierung geschlossen, müssen Theater und Oper in Ausweichspielstätten gezeigt werden, deren Kosten zu der Sanierung immer noch dazugerechnet werden müssen. In Stuttgart soll sich die Wiederöffnung des Opernhauses sogar bis in die 2040er-Jahre verzögern, weil schon die Interimsspielstätten erst mit etlichen Jahren Verspätung fertig werden. Hier sind bereits Kosten von zwei Milliarden im Gespräch. Continue reading