Dieses Jahr ist ein Jammer für Leute, die schwere und harte Musik mögen. Da war dieses wirklich allerletzte Abschiedskonzert von Ozzy Osbourne, dem ganz kurz darauf die Meldung seines wirklich endgültigen Ablebens folgte, und das war in sich ja schon ein ziemlicher Doppelbasstrommelschlag, wenn auch ein absehbarer. Aber wer trat in der langen Liste der kondolierenden Bands auf diesem Konzert als Erstes auf? Mastodon aus Atlanta in Georgia. Und zwar im Ernst ohne ihren Gitarristen Brent Hinds, sondern mit irgendeinem Ersatz.
Das hat den Tag von Anfang an gleich noch viel trauriger gemacht. Denn als im März die Meldung kam, Mastodon hätten sich im tiefsten gegenseitigen Einverständnis von ihrem Lead-Gitarristen Brent Hinds getrennt, vulgo: ihn gefeuert, da war das zunächst mal kaum zu glauben. Die international (und auch in diesem Feuilleton) hochgelobte Progressive-Metal-Band wurde selbst langjährigen Fans schlagartig zum Rätsel. Brent Hinds war doch ein so integraler Bestandteil dessen, was Mastodon so besonders machte, dass man den gar nicht rausschmeißen konnte. Es kam einem vor wie eine Amputation nicht des Kopfes, sondern schlimmer noch: des Herzens. Continue reading