Vor genau 50 Jahren, am 9. Juli 1975, stieg auf Cape Cod in den USA ein sehr langer Holländer in ein sehr kurzes Segelboot und machte sich auf den Weg, ganz allein den Atlantik zu überqueren. Auf der anderen Seite sollte er allerdings nie ankommen. Viele Monate später wurde das Boot von spanischen Fischern in den Gewässern vor Irland geborgen. Von Bas Jan Ader aber, dem Segler, fehlte jede Spur.
Das ist bis heute die übliche Formulierung. Manchmal heißt es auch, er sei „verschollen“. Dass Bas Jan Ader sehr wahrscheinlich seit fünfzig Jahren tot sein dürfte, von einem Sturm aus seinem Minisegelboot geschleudert und ertrunken, das liest man nie, und das wird man auch nie lesen, solange keine letzte Gewissheit über seinen Tod, sondern zumindest theoretisch sogar noch die Möglichkeit besteht, dass Ader irgendwo zwischen Island und den Azoren ein anderes Leben angefangen hat. Er wäre in dem Fall jetzt 83. Continue reading